Donnerstag, 23. Februar 2012

Ahoi Yaoi!


Ich bin ja so brav, so ahnungslos! Deshalb wusste ich auch bisher nichts von der Existenz von Yaoi-Comics und -Mangas. Yaoi sind erotische Comics, in denen Männer sich verlieben und lieben, allerdings für eine weibliche Zielgruppe. In der Regel werden diese Comics auch von Frauen gezeichnet. Sehr spannend!

Absolut überwältigt hat mich "Starfighter", ein Sci-Fi Yaoi-Comic von der amerikanischen Zeichnerin Hamletmachine. Darin geht es sehr explizit zur Sache, aber die wunderbaren Zeichnungen wirken niemals pornografisch.

Von Anfang an fühlt man mit den beiden Jungs, die sich auf einer Raumstation begegnen, wo sie ein Team aus Navigator und Fighter bilden. Cain ist der typische bad boy mit rauer Schale, Abel der süße, blonde Welpe. Klar, dass Cain nicht lange fackelt, als er Abel zwischen die Finger bekommt! Doch kaum beginnen die beiden, sich ineinander zu verlieben, gibt es Konflikte mit anderen Fightern und Navigatoren. Und dann meldet Abel sich und Cain eigenmächtig zu einem gefährlichen Einsatz …

Der Zeichnstil ist gekonnt minimalistisch, die Geschichte packend, die erotischen Szenen zwischen den beiden Helden ungeheuer sexy, wobei es immer auch um ihre Gefühle geht. Hamletmachine fängt die Emotionen in den Gesichtern so gut ein, dass ich mich regelrecht verliebt habe (wobei ich eindeutig zum bad boy neige, seufz).

Die ersten beiden Kapitel sind im Internet zu bewundern, das erste ist auch als Printversion bestellbar, das zweite soll bald folgen und bietet zusätzliche Zeichnungen.
Die Fans können es kaum erwarten, dass endlich das dritte Kapitel an den Start geht, und das soll demnächst geschehen. Worüber ich SEHR froh bin, denn ich leide bereits unter den Entzugserscheinungen.

Starfighter Comic

Ich hoffe, ihr habt beim Lesen genauso viel Spaß wie ich!

Eure Fanny


Samstag, 18. Februar 2012

Viel Lob vom AusZeit Magazin


Das AusZeit-Magazin hat "Die Gespielin" besprochen und fünf von fünf Punkten verliehen.
Das freut mich natürlich sehr!

Rezensentin "PH" schreibt:
"Die Autorin legt hier ganz klar großen Wert auf Romantik und das macht die erotischen Szenen zu einem wahren Genuss. Spätestens wenn Suzanne im Schloss des Königs ihr Zimmer bezieht, sprüht jede einzelne Szene nur so vor Gefühlen(...)."

Die ganze Besprechung findet sich hier.

Augen offen halten! Anfang der Woche wird es noch ein ausführliches Interview bei AusZeit geben, und dazu werden mehrere Exemplare von "Die Gespielin" verlost!


 Liebe Grüße,

Eure Fanny

Freitag, 13. Januar 2012

15 Fragen an Klarissa Klein alias Ana Riba


Heute beginne ich eine Serie von Interviews mit Autorenkolleginnen, die mir dieselben 15 Fragen beantworten werden. Es wird sicher spannend, die verschiedenen Antworten zu vergelichen!

Den Anfang macht Klarissa Klein, als Verfasserin erotischer Literatur bekannt unter ihren Pseudonymen Ana Riba und Sara Bellford. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder, zwei Hunde, Haus und Hof. 2009 erschien ihr Erstling "Lustschmerz" im Blue Panther Verlag und ist seitdem zum Longseller geworden. 2012 wird ein neuer Roman zum Thema "Liebe und BDSM" bei Plaisir d’Amour erscheinen.



1
Welches erotische Werk (Film, Buch, Kunst) sollte man kennen?
Im Bereich der filmischen Kunst ist es für mich auf jeden Fall „The Secretary“ – natürlich aus meinem Lieblingssubgenre Chef und Assistentin. James Spader als neurotischer, ein wenig sadistischer Anwalt Edward ist einfach göttlich anzusehen. Maggie Gyllenhal als seine Sekretärin, die sich vom mit Zwangsneurosen behafteten kleinen Mädchen zur selbstbewussten Frau entwickelt, zwar etwas klischeehaft, aber wunderbar. Beide Figuren lassen einen erahnen, was Menschen erleiden müssen, weil sie unter falschen Moralvorstellungen aufgewachsen sind.
In der Literatur ist es natürlich „Die Geschichte der O“. Ich liebe dieses Buch, nicht nur von seiner Thematik her. Pauline Réage schafft es, nicht einmal ein ordinäres Wort zu verlieren. Ihre Umschreibungen sind so wundervoll indirekt, dass der Leser genau weiß, worum es geht. Aber niemals muss man sich angewidert abwenden, wie es in der heutigen „schnellen Literatur“ häufig der Fall ist.

2
Was hat dich dazu angeregt, erotische Texte zu verfassen?
Die Anregung einer Leserin, der meine Beschreibung eines Kusses, so gut gefiel, dass sie mich dazu ermunterte doch tiefer in das Genre einzutauchen. Im Prinzip folgte ich in meiner Entwicklung als Autorin, der Step-by-Step-Methode. In jeder Kurzgeschichte habe ich mich ein Stückchen vorgewagt, abgewartet, wie die Reaktion meiner Leser/innen ausfiel, um dann noch ein wenig mutiger zu werden. Diese kleinen Schritte waren für mich sehr hilfreich, weil ich immer wieder experimentieren konnte.

3
Wie würdest du deine typische Heldin in einem Satz charakterisieren?
Und deinen typischen Held?
Meine Frauen sind starke Persönlichkeiten, ohne den Drang, sich in den Vordergrund zu stellen. Sie wissen was sie können und wissen somit auch, dass sie nicht auffallen müssen, um sich zu beweisen. Privat sind sie eher von der stilleren Sorte, aber beruflich tough. Sie benötigen keine Quoten, um zu beweisen, was sie können. Sie tun es einfach. Allerdings haben diese Eigenschaften den Nachteil, dass sich diese Frauen selten etwas gönnen oder zugestehen. In meinen Geschichten geht es darum, dass dieser Typus Frau lernt, dass sich in ihrem Ansehen nichts ändert, wenn sie sich hingeben können.
Meine männlichen Helden sind da das totale Gegenteil. Lebenslustig, selbstbewusst, ein wenig machohaft, aber immer Gentleman. Vor allem in Bezug auf ihre jeweiligen Partnerinnen. Meine Darsteller sind erfahren, aber auch bereit neue Erfahrungen zu machen und sie mit dem Menschen zu teilen, der ihnen am Herzen liegt.

4
Wie kam es zu deiner ersten Veröffentlichung im Erotik-Genre?
Durch Zufall. Ich habe einen Verlag angeschrieben, der mein Manuskript für den „Lustschmerz“ auch gleich haben wollte. Dass es nicht jedem Autor so geht, weiß ich. Ich hatte einfach das Glück der Neugierigen. Denn ich wollte nicht unbedingt auf Teufel komm raus veröffentlichen, sondern nur wissen, was Profis von meinem Manuskript halten.

5
Welches Literaturgenre könnte dich noch reizen und weshalb?
Kriminalkomödien, weil ich dabei meinen sarkastischen und ironischen Humor am besten unterbringen kann.
Versucht habe ich mich ehrlicher weise auch an Vampiren, Geistwesen und einem Fantasy Roman. Allerdings sehe ich diese Versuche eher als Hobby, bestenfalls als Schreibübungen an.

6
Hast du schon mal beim Schreiben geweint? An welcher Stelle?
Nein, habe ich nicht. Aber ich weiß von Leserinnen, die bei einer meiner  Kurzgeschichten – mit traurigem Happy End – vor Rührung geweint haben. Als mir die Leserinnen das sagten, war ich absolut überrascht. Die Szene war für mich zwar sehr emotional, aber dass ich damit Menschen zum Weinen bringen würde, hätte ich niemals erwartet.

7
Was liest du selbst gerne?
Unterschiedliche Sachen. Faszinierend finde ich die „alten Herren“ wie etwa Hemingway. Abenteurer eben, die in faszinierenden Worten den Leser mit auf ihre Reise nehmen. Mein absolutes Lieblingsbuch, das ich auch mittlerweile an einigen Stellen frei mitsprechen kann, ist „Per Anhalter durch die Galaxis“. Douglas Adams hatte einen wundervollen Humor.

8
Weiß deine Familie, dass du erotische Romane/Geschichten schreibst?
Wenn ja, was hält sie davon?
Ja, sie weiß davon. Sie leiden schließlich unter meiner Arbeit am Meisten. Ich bin während eines Entstehungsprozesses kaum ansprechbar, ab und an auch etwas gereizt. Sie nehmen es mit Verständnis hin, denn sie wissen: Wenn Mutti / Gattin nicht schreibt, wird alles nur noch schlimmer :)

9
Kannst du vom Schreiben leben?
Jein. Sicherlich kann ich meinen Teil zum Haushaltsbudget beitragen, aber Reichtümer häufe ich nicht an. Und ich denke, da geht es mir wie vielen anderen Autoren auch.

10
Was, das jemand über deine Texte gesagt hat, hat dich besonders gefreut?
Dass ich diesen Jemand zum Nachdenken gebracht habe, war bis vor kurzem mein absolutes Highlight. Zwischenzeitlich hat sich die Meinung einer Leserin dazugesellt, die mich für eine „talentierte Autorin“ hält. So etwas zu lesen, stärkt mich in meiner Arbeit und sorgt dafür, dass ich diese Leser nicht enttäuschen werde.

11
Besitzt du ein Haustier? Wenn ja, welches?
Wir haben sogar zwei. Jagdhunde, beides Abgabekinder aus einem Tierheim. Vermittelt wurden uns die beiden durch den Verein Jagdhunde in Not e. V. Leider kommen Jagdhunde immer noch viel zu häufig in unerfahrene Hände und werden somit falsch gehalten. Wenn diese Rassen unterfordert sind, dann kann es zu bösen Überraschungen kommen. Wir führen unsere beiden Racker zwar nicht jagdlich, haben sie aber als Haus und Hof Hunde konditioniert. Und sie sind fleißig dabeiJ Aber wir sehen unsere Lieblinge auch als Mitglieder der Familie an. So würden wir niemals einen Urlaub ohne sie machen.

12
Was hält dein Partner von deinen Werken?
Er unterstützt mich voll und ganz, möchte aber niemals ein komplettes Werk von mir lesen. Auszugsweise reiche ich ihm eine Leseprobe eines Kapitels, um von ihm zu hören, ob er der Meinung ist, dass diese Szene funktionieren könnte. Gerade Szenen, die in medizinischer Hinsicht bedenklich sein könnten, kläre ich mit meinem „angetrauten Medizinmann“ gerne ab. Ansonsten lebt er nach der Devise, dass er zwar Alles essen kann, aber nicht alles lesen. Er lässt sich da auch lieber überraschen.

13
Wie hat das Schreiben dich verändert?
Ich bin kritischer geworden. Lese nicht mehr alles, was mir vorgesetzt wird und nehme auch nicht mehr alles – was in der Erotik geschrieben wird – als gegeben hin. Mich stört vor allem der Verfall der Erotik gerade im Ebook-Bereich. Was dem Leser dort teilweise serviert wird, ist unterirdisch schlecht. Von „Alt-Männer-Phantasien“ bis hin zu typischen „Ein-Hand-Texten“.
Der Erotik an sich wird damit ein Bärendienst erwiesen und Autoren/Autorinnen, die sich ernsthaft damit beschäftigen, haben gegen das schlechte Image der Erotik zu kämpfen. Dass auch die privaten Fernsehsender an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig sind, steht zwar nicht unbedingt auf einem anderen Blatt, aber immerhin auf einer anderen Seite.
Ich hoffe – und ich arbeite daran – dass sich dieser Umstand in den kommenden Jahren wieder ändern wird.

14
Welches war dein Lieblingsbuch als Jugendliche?
Ich hatte keine Lieblingsbücher. Als Kind und als Jugendliche habe ich alles verschlungen, was zwischen zwei Buchdeckeln zu bekommen war.

15
Wo schreibst du deine Geschichten?
In meinem Büro… das immer ein wenig chaotisch aussieht. Ich brauche meine gewohnte Umgebung und meine kleinen, liebgewordenen Accessoires um mich herum, damit ich die Ideen – die ich draußen auf der Straße habe – auch umsetzen kann.

Ganz aktuell ist Ana Ribas neue Erzählung "Lust oder die Geständnisse eines Colonels", erschienen als eBook bei amative; publisher - Eine Spanking-Story im historischen England einer Jane Austen.






Sir Alan Baxter hat eine Passion:
Er sammelt Frauen!
Er will sie um ihretwillen besitzen
Sie wollen vom ihm gedemütigt und geliebt werden
Gemeinsam zelebrieren sie die schönsten Höhepunkte aus Lust, Schmerz und Qual ...








 
Englische Erziehung auf Fanzösisch

Viviennes erster Kontakt mit der Erziehung. Intensiv und hautnah

Mittwoch, 4. Januar 2012

Ivy Paul und ich in Paris


Die geschätzte Autorenkollegin Ivy Paul ("Ghost Lover") hat sich mit mir im Pariser "Procope" zusammegesetzt und wir haben bei einem Gläschen Champagner über "Die Gespielin" im Besonderen und das Schreiben erotischer Literatur im Allgemeinen geplaudert.
Es war äusserst unterhaltsam, Ivy!

Nachzulesen ist unser Gespräch auf Ivys Blog: hier

Cover-up!


In der laufenden Leserunde bei Lovelybooks zu "Die Gespielin" kam das Problem auf, wie man einen erotischen Roman in der U-Bahn liest, wenn man seine Vorliebe für das Genre nicht allen Mitfahreren mitteilen will. Deshalb habe ich euch einen Cover up-Umschlag in tintesparendem Schwarzweiss entworfen, den ihr hier als pdf herunterladen könnt.

Er  besteht aus zwei DIN A4-Seiten. Beide Teile ausschneiden, zusammenkleben und um das Buch legen - und schon ahnt niemand mehr, was ihr gerade lest!

Download hier!

"Die Gespielin", Appetithäppchen No. 4


»Sieh sie dir an«, hörte Suzanne auf einmal Juliens sanfte
Stimme hinter sich. Er zog sie hoch und führte sie um den
Tisch herum, so dass sie Cathérines Hinterteil sehen konnte.
Es war von roten Striemen gezeichnet, einer ordentlich unter
dem nächsten platziert, zogen sie sich über ihre Kruppe bis auf
die Rückseiten der Oberschenkel. Der Anblick war weniger
schlimm, als Suzanne befürchtet hatte, eigentlich geradezu an-
regend. Neugierig betrachtete Suzanne Cathérines Anus und die
Scham mit den geschwollenen, feuchten Lippen. Sie fand den
Anblick äußerst erregend und fragte sich, halb begierig, halb
ängstlich, was die Männer für sie bereithalten mochten.
»Nun, mein Mädchen vom Lande, wie gefallen dir die Pariser
Vergnügungen?«, flüsterte Julien ihr ins Ohr, als hätte er ihre
Gedanken gelesen. Sie antwortete schnippisch, um ihn nicht
merken zu lassen, wie lüstern die Vorführung sie gemacht hatte:
»Ich fürchte, sie sind zu raffiniert für ein einfaches Landmäd-
chen wie mich.«
Julien lachte und zog sie an sich. »Sei unbesorgt, du hast ja
mich als Lehrmeister.«

Montag, 19. Dezember 2011

Offizieller Erscheinungstag

Heute erscheint "Die Gespielin" offiziell, und pünktlich kamen die Belegeexemplare bei mir an. Was soll ich sagen? Ich bin überwältigt! Das Buch sieht derart edel aus, dass ich mich zuerst kaum traute, es anzufassen.

Das Cover ist matt, nur der pinkfarbene Balken mit einem Glanzlack überzogen, so dass der Titel wie ausgestanzt wirkt. Mit solch einem Effekt hatte ich gar nicht gerechnet.
Jetzt liegt das Buch neben meinem Laptop auf dem Tisch, damit ich es die ganze Zeit anschauen und ab und zu mal darüberstreichen kann!

Liebe Grüsse,

Fanny

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Freitag, 16. Dezember 2011


Ich sehe gerade, dass "Die Gespielin" bei Amazon schon lieferbar ist! Hurra!

"Die Gespielin" Appetithäppchen No. 3



Er führte sie zu einem Sofa, ohne ihre Lippen freizugeben.
Dann beugte er sich vor und begann, ihre Röcke zu raffen.
Er arbeitete sich zum Reifrock vor und schob ihn von unten nach
oben zusammen, bis sich alles um Suzannes Hüften bauschte und
sie kühle Luft an ihren Schenkeln spürte.
»Verflucht sei, wer diese Mode erfunden hat«, knurrte Julien.
Er drückte sie auf das Sofa nieder, kniete sich zwischen ihre Bei-
ne und zog ihre Hüften an die Vorderkante, so dass ihre Scham
sich ihm entgegenwölbte.
»Wenn jemand hereinkommt!«, flüsterte sie, aber er drückte
nur ihre Knie noch weiter auseinander.
»Was tust du da?«, fragte sie atemlos.
»Ich will dich ansehen«, sagte er. »Wage nicht, die Beine zu
schließen, ganz gleich, was ich mache.«
Er strich leicht von unten nach oben durch ihre Spalte. Sie
stöhnte, als sein Daumen in sie hineinglitt. Dann zog er ihn
wieder heraus und reizte ihre Knospe mit kreisenden Bewe-
gungen.
»Ich will dich schmecken«, murmelte er und tauchte mit dem
Kopf zwischen ihre Beine. Sie ließ den Kopf auf die Rückenlehne
sinken und gab sich ganz Juliens Zärtlichkeiten hin.
Seine Zunge neckte sie, dann spürte sie, wie seine Zähne sanft
ihr zartes Fleisch umfassten. Sie musste sich auf die Lippen bei-
ßen, um nicht laut zu stöhnen. Zuckende Ströme gingen von
ihrem Schoß aus und erhitzten ihren Körper. Julien beglückte
sie nun, indem er einen Finger in sie hineingleiten ließ und
zugleich weiter an ihrer chatte saugte. Sie zog die Beine an und
stemmte die Fersen gegen die Sofakante, um ihm noch besseren
Zugang zu gewähren. Durch die geschlossene Tür drangen leise
Stimmen und Gelächter, und sie hoffte, dass ihr Vormund sie
noch nicht vermisste, aber der Gedanke verflog sofort wieder,
als sie unter Juliens Liebkosungen verging.
»Nicht aufhören«, flüsterte sie und griff in sein Haar.

"Die Gespielin" erscheint am 19. Dezember 2011 im Goldmann Verlag
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Donnerstag, 8. Dezember 2011

"Die Gespielin" Appetthäppchen, Teil 2

Die Marquise führte Suzanne nun zu einer Gruppe von
Damen und Herren, in der laut gelacht wurde. Überrascht
beobachtete sie, dass die Damen an den Kleidern der Herren
herumzupften und alles, was golden war, herausrissen. Tres-
sen, Bänder mit Goldfäden, Knöpfe – nichts war vor den zar-
ten Fingern sicher. Dabei kam man sich ungebührlich nahe, es
wurde gekichert, Dekolletés hoben und senkten sich, und den
Herren schien es sehr zu gefallen, auf diese Art ausgeplündert
zu werden.
»Ah, die Parfilage!«, rief die Marquise. »Es gibt keinen bes-
seren Zeitvertreib. Und nebenbei kann man auch noch seine
Spielschulden bezahlen!«
Sie zog Suzanne mitten in das Getümmel und stellte sie vor.
Fremde Gesichter kreisten um sie, all die Namen entschwanden
sofort wieder ihrem Gedächtnis. Sie sah lachende Münder und
flinke Finger, die an den Röcken der Herren herumrissen. Es
roch nach Schweiß und Ambra.
»Greift ebenfalls zu!«, rief die Marquise lachend. »Bald stehen
die Herren arm wie Bettler da!«
Suzanne zögerte, da stand auf einmal Julien vor ihr. Mit Ver-
schwörermiene beugte er sich zu ihr herunter.
»Es wäre mir ein Vergnügen, von Euch ausgeraubt zu werden,
Madame de Montfort«, flüsterte er.
»Ich denke, das ist nur gerecht, nachdem Ihr mir vor kurzem
auch etwas geraubt habt«, entgegnete Suzanne, und der Marquis
warf den Kopf zurück und lachte schallend.
»Ihr seid nicht nur reizvoll, sondern auch noch schlagfertig«,
sagte er. »Das ist wahrlich mehr, als ich zu hoffen wagte!«
»Nun, schlagfertig seid Ihr ebenfalls, vor allem mit Euren
Handflächen«, entgegnete Suzanne, ohne eine Miene zu ver-
ziehen, und machte sich keck daran, seinen Justaucorps zu
filzen. Juliens Arm glitt um ihre Taille, und er zog sie an sich.

"Die Gespielin" erscheint am 19. Dezember 2011 im Goldmann Verlag
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